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Materialkunde

  • Der Unterschied zwischen Vliestapeten und Papiertapeten

    Der kleiner Unterschied

    Vliestapeten und Papiertapeten unterscheiden sich grundsätzlich nur durch unterschiedliche Trägermaterialien. Die Oberflächen können bei beiden Tapetenarten in nahezu gleicher Weise bedruckt werden oder mit Applikationsverfahren versehen werden, so dass man es den Tapeten an der Oberfläche nicht ansieht, ob es sich um Vliestapeten oder Papiertapeten handelt. Auch die Rückseite lässt invielen Fällen nicht erkennen, ob es sich um eine Vliestapete oder eine Papiertapete handelt.

    Wie kann ich die Tapetenart überprüfen?

    Es gibt einen einfachen Trick, wie man überprüfen kann, ob es sich um eine Papiertapete oder eine Vliestapete handelt. Man braucht nur ein kleies Stück der Tapete einzureißen. Ein Zentimeter reicht dabei schon aus. Man sieht einen ausgefransten Riss. Bei einer Papiertapete ist dieser Riss zwar fransig, hat aber nur sehr kurze Papierfasern. Bei einer Vliestapete hingegen erkennt man lange, gerade Fasern, die nadelartig wirken. Dies ist ein untrügerisches Zeichen für eine Vliestapete. Man sollte, wenn man unsicher ist immer diesen Test durchführen. Augenscheinlich erkennt man den Unterschied nicht. Zum Beispiel sind gerade im skandinavischen Raum hochwertige, umweltfreundliche Vliesträger gebräuchlich, die ein beige Farbe haben und sich anfühlen wie Papier, in Wirklichkeit jedoch Vliesträger sind. Umgekehrt haben viele amerikanische Tapeten eine sehr weiße, glatte Rückseite, die man augenscheinlich als Vliestapete identifizieren könnte, in Wirklichkeit jedoch Papierträger sind.

    Unterschiede in der Verarbeitung

    Die korrekte Unterscheidung spielt eine große Rolle bei der Verarbeitung

    Verarbeitung von Papiertapeten

    Bei der Verarbeitung der Papiertapeten ist in erster Linie auf die Einhaltung der korrketen Weichzeit zu achten. Papiertapeten müssen einzeln auf dem Tapeziertisch zugeschnitten werden und danach Bahn für Bahn einzeln eingekleistert werden. Die entsprechende Weichzeit ist auf dem Einleger angegeben und darf keinesfalls verkürzt werden. In der Regel lieget diese Zeit zwischen 5 und 10 Minuten. Bei Tapeten mit Musteransatz ist besonders auf gleiche Weichzeit zu achten, da sich die Tapetenbahnen ausdehnen und etwas länger werden. Wenn die Weichzeiten stark abweichen, kann es passieren, dass das Muster zwar am Anfang der Bahn passt, zum Ende hin jedoch verspringt. Das passiert allerdings nur, wenn die Weichzeiten sehr stark voneinander abweichen. Bei Papiertapeten ist besonders darauf zu achten, dass beim Trocknen keinerlei Zugluft entsteht und zu trockene Heizungsluft ist ebenfalls zu vermeiden. Das bedeutet jedoch nicht, dsass die Heizung komplett ausgeschaltet werden soll und der Raum auskühlt.

    Verarbeitung von Vliestapeten

    Anders als Papiertapeten sind Vliestapeten lichtdurchläsig, so dass der Untergrund durchscheinen kann, wenn er nicht gleichmäßig eingefärbt ist. Der Untergrund muss deshalb immer mit einem deckenden Tapetengrund vorgstrichen werden. Dieser mus nicht zwangsläufig weiß sein, bei stark farbigen Tapeten ist es ratsam den Untergrund im Hintergrundton der Tapete zu streichen. Vliestapeten benötigen keine Weichzeit und können nach dem Einkleistern direkt verarbeitet werden. Ebenso kann der Kleister auch direkt auf die Wand gebracht werden und die trockene Tapete in den Kleister auf der Wand eingelegt werden. Ein Nachteil von Vliestapeten ist, dass das Material im nassen Zusatnd nicht geschmeidiger wird und der Nahtbereich bei krummen Wänden nicht korrigiert werden kann. Papiertapeten können hier etwas(!) gedehnt werden, so dass die Nahtbereiche meist professioneller ausfallen.

  • Holzschutz

    Holz - Der wunderbare Baustoff

    Informationen über Holzschutz Kein anderer baustoff hat eine so lange Tradition, wie Holz. Holz als nätürlicher Baustoff hat sich als zuverlässiges Material im Laufe der Jahrtausende bewährt. Die Beliebtheit ist bis in unsere Zeit ungebrochen. Allerdings muss Holz auch vor Witterung und Zerfall geschützt werden, da es als der Natur entliehen wurde und so Teil des natürlichen Prozesses von Leben und Tod ist. Um lange Freude am Baustoff Holz zu haben, erfordert es Augenmerk und Pflege. Wo im Innenbereich Witterungseinflüsse kaum eine Rolle spielen, muss hier das Holz aber vor Abnutzung und Beschädigung geschützt werden. Außerdem spielt hier die Wohngesundheit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Einsatz von fungiziden (pilzwidrigen) Holzschutzmitteln ist nicht nur unnötig, er birgt auch Gefahren in Form von enthaltenen Giftstoffen. Wenn ein Holzschutzmittel die Aufschrift „nur für außen“ trägt, sollte das auch ernst genommen werden. Im Außenbereich hingegen ist ein Schutz vor Witterungseinflüsse, wie Feuchtigkeit oder UV-Einstrahlung besonders wichtig.
    Neben dem Schutz des Holzes durch Anstriche oder Beschichtungen gibt es eine Reihe anderer Faktoren, die für die Langlebiugkeit des Holzes eine sehr große Rolle spielen.

    Die Art des Holzes

    Holz ist in fast allen Teilen dieser Welt verfügbar. So unterschiedlich die verschiedenen Baumarten sind, so unterschiedlich sind auch die Eigernschaften der verschiedenen Hölzer. So verwundert es nicht, dass manche Hölzer für bestimmte Anwendungen unbrauchbar sind, in anderen Situationen ihre Qualitätenvoll ausspielen. Beispielsweise ist Fichtenholz im Innenausbau zu recht sehr beliebt, da es reichlich verfügbar ist und sich leicht verrbeiten lässt. Im Außenbereich ist Fichtenholz dagegen eher minderwertig, da es extrem anfällig gegen sogenannte Bläuepilze ist, die das Holz schnell faulen lässt. Zudem ist es weich, was eine Durchnässung des Holzes erleichtert. Von den einheimischen Hölzern haben sich für den Außenbereich haben sich die folgenden Hölzer besonders bewährt:

    • Eiche
    • Lärche
    • Kiefer
    • Douglasie
    • Robinie

    Allgemein kann man sagen, dass Nadelhölzer zwar leichter zu verarbeiten sind, Laubhölzer aber aufgrund ihrer kürzeren Fasern wesentlich härter und widerstandsfähiger sind.

    Tropenhölzer

    Tropenhölzer sind Laubhölzer aus tropischen Regenwäldern. Diese Hölzer sind extrem hart, widerstandsfähig und masshaltig. Sie sind an sich das perfekte Bauholz, allerdings verbietet sich deren Verwendung im großen Stil aus Sicht des Umweltschutzes, weil dadurch aktiv der Regenwald zerstört wird. Außerdem ist bei Anstrichen auf Tropenhölzern, besonders z.B. bei Teakholz auf die Holzinhaltsstoffe zu achten. Diese Inhaltsstoffe können dazu führen, dass normale Anstrichmittel nicht richtig trocknen können und ewig klebrig bleiben.

    Holzinhaltsstoffe

    Holzinhalsstoffe sind natürliche Stoffe, die im Holz enthalten sind und dem Werkstoff besondere Eigenschaften verleihen. So befindet sich insbesondere in Nadelhölzern öfter Harz. Dieses Harz hat eine zähe Konsistenz und verflüssigt sich bei Temperaturen ab ca. 60°C. Dann tritt es aus dem Holz und bildet Harzgallen. Bei direkter Sonneneinstrahlung können solche Themperaturen leicht erreicht werden, insbesonders auf dunklen Flächen. Deshalb bietet es sich an, Fenster weiß oder zumindest hell zu streichen, wenn mit Harzaustritten zu rechnen ist. Dieses ausgetretene Haz ist nur schwer zu entfernen. Wenn möglich, kann es mechanisch entfernt werden. Von einem Entfernen mit Lösemitteln ist dringend abzuraten. Hierbei wird das Harz angelöst, verteilt und noch mehr in das Holz eingerieben. Harzende Hölzer sind daher für viele Anwendungen als minderwertige Qualität anzusehen.
    Andere Holzinhaltsstoffe sind beispielsweise Gerbstoffe im Eichenholz. Diese wirken sich nicht negativ af den Anstrich aus, sie sorgen aber für einen natürlichen Holzschutz. Daher ist in vielen Fällen eine Behandlung mit Bläueschutzmitteln (Holzimprägniergrund) auch im Außenbereich nicht nötig.
    Teakholz beinhaltet eine Reihe an ätherischen Ölen. Diese Stoffe behindern in den meisten Fällen eine ordentliche Trocknung des Anstrichs. Lacke und Holzlasuren können nicht durchtrocknen. Deshalb ist es schwierig, diese Hölzer zu lackieren. Teakhölzer werden deshalb in der Regel mit speziellen Teakölen behandelt. Diese speziellen Öle ziehen tief in das Holz ein und bieten einen guten Schutz vor Verwitterung. Wie viele andere Tropenhölzer verwittern Teakhölzer kaum, neigen aber dazu, zu vergrauen. Diese Vergrauung ist aber ein natürlicher Prozess, der dem Holz in seiner Substanz keinen Schaden zufügt.

    Holzschäden

    Wenn Holz altert, schlecht gepflegt wird oder einfach eine minderwertige Qualität besitzt, kommt es zu Holzschäden. Der größte Feind des Holzes ist die direkte Sonne, genauer die Bestrahlung

    Holzbefall durch Bläuepilze Links: gesundes Holz, rechts: Holz von Bläuepilzen befallen

    mit UV-Licht. Diese Bestrahlung führt im Holz zum sogenannten Ligninabbau. Lignin ist der eigentliche Holzbaustoff. Wenner sich abbaut, bleibt lediglich ein Zellulosegerüst zurück. Selbst ein geringer Ligninabbau kann das Holz schädigen. Das Holz wird dadurch poröser und lässt Feuchtigheit sehr leicht eindringen. Ein solches feuchtes, organisches Substrat ist der ideale Nährboden für Pilze. Der Pilzbefall führt dann zuerst zu sichtbaren dunklen Verfärbungen, später dann zur Fäulnisbildung im Holz. Verfaultes Holz kann dann nur großflächig entfernt werden und muss dann durch neues Holz ersetzt werden. Vorbeugende Maßnahmen gegen den Befallder sogenannten Bläuepilze ist eine Behandlung mit einem Holzimprägniergrund (Bläueschutzgrund). Eine Behandlung des Holzes im Innenbereich mit einem Holzimprägniergrund ist allerdings unnötig und eher schädlich, weil man sich chemische fungizide in den Wohnbereich holt.

    Masshaltigkeit

    Wesentlich entscheidend für die Qualität des Holzes ist die Masshaltigkeit. Darunter versteht man die Veränderung der Maße eines Holzes, bzw. eine Verbiegung oder Verformung. Diese Veränderungen treten besonders bei mangelhaft getrocknetem Holz auf. Holz sollte grundsätzlich gut und gewissenhaft getrocknet sein. Ein zu schneller Trockenprozess führt beispielsweise schnell zur Rissbildung. Holz mit einer zu hohen Feuchtigkeit neigt nach der Verarbeitung deutlich mehr zum Befall durch Pilze. Außerdem „verziehen“ sich ungenügend getrocknete Hölzer teilweise sehr stark. Insbesondere Beim Bau von Fenstern, Türen oder Möbeln ist die Masshaltigkeit von entscheidender Bedeutung, aber auch bei Verschalungen, Zäunen oder ähnlichen Anwendungen führt eine schlechte Holzqualität zu wesentlich geringerer Lebensdauer und mangelhafter Optik.

    Unter dem Begriff der Maßhaltigkeit versteht man die Verformung des Holzes im Laufe der Zeit unter verschiedenen Einflüssen. Man teilt Hölzer in drei Gruppen ein, die unterschiedlich geschützt werden müssen:

    • Maßhaltige Hölzer
    • Begrenzt maßhaltige Hölzer
    • Nicht maßhaltige Hölzer

    Maßhaltige Hölzer werden zum Bau von Türen, Fenstern oder Möbeln verwendet. Die Oberflächen brauchen hier einen guten Schutzfilm, der ein Eindringen von Feuchtigkeit verhindert und das Holz in seiner Oberfläche schützt.
    Begrenzt maßhaltige Hölzer, zum Beispiel für Verschalungen oder Dachüberstände, sowie nicht maßhaltige Hölzer, zum Beispiel Zäune, benötigen einen anderen Holzschutz. Hier sollte die Oberfläche möglichst offen sein. Schichten und Filme auf der Oberfläche reißen durch Bewegungen des Holzes auf, es entstehen Spannungsrisse, die Feuchtigkeit eindringen lassen, die dann schlecht wieder verdunsten kann. Diese Hölzer brauchen einen Holzschutz der das Holz von innen schützt, tief eindringt und keinen Film bildet.

    Konstruktiver Holzschutz

    Unter dem Begriff des kunstruktiven Holzschutzes versteht der Fachmann eine ganz grundsätzliche Sache. Es geht darum, das Holz bereits bei der Verarbeitung durch konstruktive Maßnahmen zu schützen. Es geht in erster Linie darum, dass Wasser schnell und vollständig ablaufen kann. Dazu muss bei waagerechten Flächen eine Neigung von mindestens 20° eingehalten werden. Weiterhin müssen die Ecken bei Ablaufflächen abgerundet werden. An den Unterseiten waagerechter Flächen müssen Tropfkanten eingebaut sein, damit Wasser nicht an Untersichten verweilt.
    Zum konstruktiven Holzschutz gehört auch ein ausreichend breiter Dachüberstand. Dachüberstände können sehr gut vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung schützen, so dass das Holz wesentlich langlebiger ist.
    Sehr wichtig ist auch der Schutz von Hirnholzflächen. Hirnholz ist eine Fläche, bei der der Stamm quer durchgesägt wurde, wo also die Jahresringe sichtbar sind. Hier wurden die Versorgungsleitungen des Baumes durchgeschnitten, durch die hier sehr leicht Wasser und Feuchtigkeit eindringen kann. Hirnholzflächen haben eine sehr hohe Kapillarwirkung und müssen intensiv durch Holzschutzmittel geschützt werden. Zuletzt ist noch besonders wichtig, dass Holz keinen Erdkontakt hat. Im Erdreich leben zahlreiche Mikroorganismen, die Holz in kurzer Zeit zersetzen. Außerdem ist es dort dauerfeucht.

    Der richtige Holzschutz

    Aufgrund all dieser Eigenschaften von Holzflächen ist ein geeigneter Holzschutzanstrich im Außenbereich äußerst wichtig. Hier zu sparen kann sehr teuer werden. Vielmehr kommt es auf hochwertiges Material, die richtige Verwendung und den korrekten Anstrichaufbau an, damit Sie lange Freude an Ihren Holzflächen haben. Bereits beschädigtes Holz zu erhalten ist meist sehr aufwendig.

    Holzschutzlasuren

    Holzschutzlasuren sind transparente Anstrichmittel, die mit speziellen Lasurpigmenten eingefärbt wurden und dem Holz einen speziellen Farbton verleihen. Es sind auch farblose Holzlasuren im Handel, die aber für Außenanstriche nicht geeignet sind. Der Grund ist, dass der Anstrich dann keinen Schutz für die schädliche UV-Einstrahlung besitzt. Je dunkler eine Holzschutzlasur ist, um so wirksamer ist der UV-Schutz. Holzschutzlasuren teilt man ein in dünnschichtige Lasuren und Dickschichtlasuren. Maßhaltige Anstriche (Türen, Fenster) sollten mit filmbildenden, also Dickschichtlasuren gestrichen werden. Diese Lasuren bilden eine Schicht auf der Oberfläche, die das Holz schützt. Rohe Holzstellen sollten vorher aber unbedingt mit einem tief wirksamen Holzimprägniergrund oder einer Dünnschichtlasur vorbehandelt werden, die tief in das Holz eindringt.
    Nicht maßhaltige Hölzer dürfen nicht mit einer Dickschichtlasur gestrichen werden. Der Anstrich ist nicht elastisch genug, um die Bewegungen des Holzes mitzugehen, weshalb die Oberfläche bricht und Wasser unter den Anstrich ziehen kann. Hier müssen Dünnschichtlasuren verwendet werden, die tief in das Holz eindringen, aber keine Schicht bilden.

    Deckende Anstriche

    Auch deckende Anstriche auf Holz sind möglich. Hier werden heutzutage für nicht maßhaltige Hölzer entweder hochelastische Acrylfarben oder die altbewährten Ölfarben verwendet. Beide Anstriche sind diffusionsoffen, das heißt, Feuchtigkeit kann entweichen. Durch die hohe Elastizität macht der Anstrich alle Holzbewegungen mit.
    Maßhaltige Hölzer können auch lackiert werden. Für Fenster werden erfolgreich sogenannte Ventilationslacke verwendet, die zwar eine dichte Schicht bilden, aber dennoch Feuchtigkeit herauslassen.

    Durchschlagen

    Bei deckenden Anstrichen mit wasserverdünnbaren Anstrichmitteln kann es in einigen Fällen zum Durchschlagen kommen. Das heißet, das auf dem fertigen Anstrich direkt nach der Trocknung meist gelbe oder bräunliche Flecken entstehen. Diese Flecken lassen sich auch durch mehrmaliges Überarbeiten nicht beseitigen. Hier werden wasserlösliche Inhaltsstoffe im Holz gelöst, sodass sie beim Trocknen an die Oberfläche geraten und den Anstrich verfärben. Bei weiteren Anstrichen schlagen diese Flecken deshalb erneut durch. Hier muss mit einem speziellen Isoliergrund grundiert werden, der ein Durchschlagen verhindert.

  • Wasserlacke

    Informationen über wasserverdünnbare Lacke

    Immer häufiger sind in den Regalen der Fachgeschäfte wasserverdünnbare Lacke anzutreffen. Eigentlich ist es widersprüchlich, dass ein Lack wasserverdünnbar sein kann. Ein Lack besteht aus Ölen, Harze und Kunststoffen. All diese Komponenten sind nicht mit Wasser mischbar, sondern nur mit organischen Lösemitteln, wie Terpentin (-Ersatz), Nitorverdünnung, Aceton oder eventuell noch mit Alkoholen. Das Prinzip der Emulsion ist allerdings schon lange bekannt. Bestimmte Stoffe, die man dem Wasser, oder hier dem Lack zusetzt, ermöglichen es, dass dieser mit Wasser gemischt werden kann. Es entsteht eine sogenannte Emulsion. Diese Emulsion wiederum ist eine Mischung, bei der winzigste Wassertröpfchen in den Lack gemischt werden. Die älteste Emulsion, die wir kennen, ist die Milch. Bei der Milch ist Fett in Wasser gelöst, ebenfalls zwei Stoffe, die eigentlich nicht mischbar sind. Diese Stoffe, die eine Emulsion ermöglichen, nennt man Emulgatoren.

    Wie trocknen wasserverdünnbare Lacke?

    Da in wasserverdünnbaren Lacken hauptsächlich Wasser als Lösemittel verwendet wird, trocknet ein solcher Lack auch zunächst durch das Verdunsten des Wassers. Der Lack an sich trocknet allerdings auch nach wie vor noch chemisch, also durch eine chemische Reaktion. Öle trocknen zum Beispiel durch die Aufnahme von Sauerstoff. Es findet eine chemische Reaktion statt, die den Anstrich dann auch wasserfest macht und nicht wieder angelöst werden kann. Auch mit agressiven Lösemitteln kann der Anstrich zwar eventuell zerstört und entfernt werden, allerdings löst er sich sich auch hier nicht mehr auf. Ein weiterer Trocknungsprozess ist der kalte Fluss. Beim kalten Fluss befinden sich winzige Kunststoffteilchen in der Emulsion. Beim Trocknen verschwindet das Lösemittel, die Kunststoffteilchen verschmelzen zu einer Masse und bilden eine Anstrichschicht. Auch diese Schicht ist nicht mehr löslich (nicht reversibel). Häufig werden bei wasserverdünnbaren Lacken chemische Trocknung und kalter Fluss zusammen verwendet. Die Forschung geht bei der Entwicklung von wasserverdünnbaren Lacken immer neue Wege und verbessert ständig die Qualität der Anstriche.

    Wo sind die Grenzen von wasserverdünnbaren Lacken?

    Neben den vielen Vorteilen wasserverdünnbarer Lacke haben diese aber auch Grenzen. Die Enthärte dieser Lacke erreicht nicht die Werte konventioneller, lösemittelhaltiger Lacke. Auch die Oberflächenqualität entspricht nicht der von konventionellen Lacken. Der Glanzgrad wird nicht erreicht und auch der Verlauf ist nicht ganz so gut. Das liegt unter anderem ab der Oberflächenspannung des Wassers. Die Eindringtiefe auf Holzflächen ist wesentlich geringer. Ein Holzschutz ist somit gerade bei Grundierungen nicht ganz so gegeben, wie bei lösemittelhaltigen Grundierungen. Trotzdem ist in der Forschung neuer Produkte viel passiert und der Unerschied wird immer geringer, so dass wasserverdünnbare Lacke durchaus als Lösung für die Zukunft gesehen werden können.

    Sind wasserverdünnbare Lacke gesünder?

    Dadurch, dass wasserverdünnbare Lacke bei der Verarbeitung keine, oder nur sehr wenig organische Lösemittel freisetzen, sind sie für den Verarbeiter auf jeden Fall gesünder. Die fertige Lackierung hat allerdings nach der Aushärtung keine besseren Emissionswerte, wie konventionelle Lacke. Auch bei der Entsorgung fester Lackschichten gibt es keinen umwelttechnischen Vorteil. Vorsicht ist auf jeden Fall bei der Verarbeitung mit der Spritzpistole geboten. Während der Spritznebel bei konventionellen Lacken von der Lunge nicht direkt aufgenommen wird, da er sich nicht mit Wasser vermischt, ist das bei wasserverdünnbaren Lacken anders. Hier ist ein guter Atemschutz noch wichtiger!

  • Tiefdrucktapeten

    Tiefdrucktapeten

    Im Gegensatz zu den Tapeten im Flexodruck oder Leimdruck hat die Tiefdrucktechnik ein genau gegensätzliches Prinzip. In den Druckrollen wird die Farbe in den Vertiefungen gesammelt und gedruckt. Das Ergebnis ist wesentlich feiner, detailreicher und filigraner, als beim Flexo- oder Leimdruck.

  • Tadelakt

    Tadelakt – Was ist das?

    Tadelakt ist eine aus Marokko stammende Putztechnik von faszinierender Schönheit und mit einzigartigen Eigenschaften

    Von der Idee zum neuen Wohnerlebnis

    Tadelakt geht eine ca. 2000 Jahre alte Tradition voraus. Diese Technik wurde in Marokko entwickelt und wird dort heute noch im großen Stil ausgeübt. Dort findet man vor allem Bäder, Wandflächen und insbesondere die Hammams, die traditionellen arabischen Dampfbäder aus Tadelakt.
    Tadelakt bietet eine traumhaft schöne Oberfläche, die man leider auf Bildern nicht wiedergeben kann. Die Tadelaktflächen werden mit einem Stein auf Hochglanz poliert. Im Tadelakt selber entstehen dekorative Risse und eine leicht wolkige Verfärbung, die dem ganzen Erscheinungsbild eine sehr große Tiefe geben. Obwohl Kalk ein eher totes, kaltes Material ist, bietet die Tadelakt-Oberfläche eine Anmut, die das Material eine ganz besondere Wärme und Wohnlichkeit ausstrahlen lässt.
    Tadelakt ist ein reines Naturprodukt und besteht fast ausschließlich aus Kalk, der in einem besonderen Herstellungsprozess hergestellt wird. Damit verbunden sind Materialeigenschaften, die kein Industrieprodukt in dieser Form zu bieten hat: Wasserfestigkeit:  Tadelakt ist wasserdicht, so dass ohne weiteres Duschwannen, Badwannen oder ähnliches daraus hergestellt werden können. Dabei ist keinerlei Beschichtung oder Versiegelung notwendig. Diffusionsfähigkeit: trotz der Wasserdichtheit ist Tadelakt absolut diffusionsfähig und feuchtigkeitsregulierend. Falls durch Risse oder Beschädigungen trotzdem einmal Wasser in den Untergrund dringt, schadet es nicht. Es trocknet einfach wieder sehr schnell, ohne Schaden anzurichten. Schmutz- und Wasserabweisend: Tadelakt ist sehr stark schmutz- und wasserabweisend. Durch das Polieren entsteht eine sogenannte hydrophobierte Oberfläche. Das heißt, dass Wasser abgewiesen wird und einfach abperlt. Bei Ausführung einer Tadelaktarbeit erhalten Sie eine Einweisung in die Pflege dieser Flächen, um die Eigenschaften zu erhalten Materialhärte: Tadelakt braucht ca. 4 Wochen um völlig auszuhärten. Danach ist es hart wie Marmor. Es ist sehr widerstandsfähig und bei richtiger Pflege extrem haltbar.

  • Kalk

    Kalk - ein unverzichtbarer Baustoff

    Kalk ist ein einzigartiger Baustoff. Seine Verwendung ist bereits aus dem Altertum bekannt und viele Errungenschaften der Menschheit wären ohne den Baustoff Kalk überhaupt nicht möglich gewesen. Kalk ist der einzige Baustoff, der Pigment und Bindemittel in einem Stoff sind. Kalk ist fungizid, schneeweiss, feuchtigkeitsbeständig, langlebig und ein ganz natürlicher Baustoff. Kalk wird für die unterschiedlichsten Aufgaben eingesetzt, als Farbe, als Putz oder als Mörtel zum Mauern.

    Der Kreislauf des Kalks

    Kalk wird auch heutzutage noch immer aus der Natur als Kalkstein in großen Mengen abgebaut. Dieser Kalkstein hat allerdings noch keinerlei Bindemöglichkeit. Um ihn verarbeiten zu können, muss er zunächst gebrannt werden. Wie der Name es schon sagt, wird der Kalkstein einer enormen Hitze ausgesetzt. Die Brenntemperatur liegt bei ungefähr 900°C. Bei diesem Vorgang verliert der Kalk eingeschlossenes Kohlendioxid (CO2). dadurch entsteht aus Kalkstein (Kalziumkarbonat) Branntkalk (Kalziumoxid):

    CaCO3  ->  CaO + CO2

    Das Kohlendioxid ist gasförmig und entweicht in die Luft. Branntkalk liegt dann in porösen Klumpen vor und wird dann im Regelfall fein gemahlen. Auch der Branntkalk ist nicht direkt zu verwenden. Er muss zur Verarbeitung noch "gelöscht" werden. Das Löschen von Kalk geschieht einfach unter Zugabe von Wasser. Das Wassermuss jedoch mit äußerster Vorsicht unter enormen Schutzvorkehrungen langsam zugegeben werden. Beim Löschen von Kalk entsteht eine sehr heftige chemische Reaktion, die mit einer hohen Wärmeeinwirkung einher geht. Das Material spritzt sehr schnell und ist aufgrundf einer sehr hohen Alkalität stark ätzend. Besonders Augen und Schleimhäute sind zu schützen. Verätzungen führen zu irreparablen Schäden. Ein Spritzer in's Auge führt meist zur Erblindung!

    Je nachdem, wieviel Wasser zugegeben wird, entsteht verarbeitungsfertiger Kalk in Pulverform, oder nasser kalk (Sumpfkalk). Der nun entstandene Kalk ist bekannt als glöschter Kalk (Kalziumhydroxid):

    CaO + H2O -> Ca(OH)2

    Der gelöschte Kalk kann nunmehr als Baumaterial oder Kalkfarbe verwendet werden. ZUm Abbinden benötigt der Kalk sehr viel Wasser. Ein Vornässen des Untergrundes bringt sehr viel mehr Festigkeit. Das Durchhärten des Kalks geschieht dann im Laufe der Zeit durch die Aufnahme von Kohlendioxid (CO2) aus der Luft. Durch diese Kohlendioxid-Aufnahme, die durch das Brennen entwichen ist,entsteht wieder Kalkstein, unser Ausgangsprodukt. Man nennt diesen ganzen Vorgang den Kreislauf des Kalks.

    Ca(OH)2 + CO2  ->  CaCO3 + H2O

    Anwendung des Kalks

    Kalk wird auch heute noch in großen Mengen verwendet, besonders zur Herstellung von Mauermörtel oder Putz (Kalkputze, Kalk-Zementputze). Darüber hinaus findet er Anwendung als Kalkfarbe oder viele sehr edele dekorative Gestaltungstechniken, wie Kalk-Spachtelmassen, Freskomalerei oder Tadelakt. Kalk ist auch ein Bestandteil von Kalk-Kaseinfarben.

    Eigenschaften des Kalks

    Kalk hat viele positive Eigenschaften, was ihn auch nach Jahrhunderten noch zu einem unverzichtbaren Baustoff macht. Klak ist hoch alkalisch und somit von natur aus fungizid eingestellt. Ferner ist Kalk sehr haltbar und feuchtigkeitsresistent.

  • Frescomalerei

    Als Frescomalerei werden häufig historische, oder ankike Wandmalereien an sich bezeichnet. Das ist so nicht ganz richtig. Fresco bedeutet "in den Frischen". Gemeint ist frischer Kalkputz. Wenn dieser noch nicht vollständig getrocknet ist, bildet sich beim Trockenprozess eine sogenannte Sinterschicht an der Oberfläche. Diese Sinterschicht ist extrem hart. Sie entsteht, wenn durch das Abtrocknen flüssiger Kalk an die Oberfläche gelangt und dort trocknet. Werden während des Trocknungsprozesses Farbpigmente auf den frischen Putz gebracht, dient dieser Kalk als Bindemittelund bindet die Pigmente. Sie werden praktisch ein Bestandteil des Putzes. Da Kalk nach der Trocknung weiß ist, hellen die Frescoflächen nach der Trocknung stark auf. Da Kalk aber auch ein sehr reines Weiß ist, wirken Fresken bestechend leuchtend und farbrein.

  • Informationen über Lasuren

    Unter einer Lasur versteht man einen Anstrich, der nicht deckend ist, sondern den Untergrund, beziehungsweise unterliegende Anstrichschichten durchscheinen lässt. Durch den Einsatz von Lasuren lassen sich interessante Effekte erziehlen, oder bei Holzanstrichen schützen Lasuren das Holz, ohne die natürliche Holzmaserung verschwinden zu lassen.

  • Informationen über Tapisserie

    Als Tapisserie bezeichnet man allgemein ein sich wiederholendes Muster. Im Grunde hat also jede Mustertapete eine Tapisserie. Bedeutsam war dies in historischer Zeit bei der Herstellung von Tapeten im Handdruck. Hier wurden Druckplatten hergestellt, die ähnlich wie Stempel funktionierten und das Muster wurde fortwährend möglichst passgenau aufgedruckt. Das einzelne Muster eines solchen Handdrucks bezeichnete man als Tapisserie. Der Begriff ist auch heute noch gebräuchlich, meist in Verbindung mit sich wiederholenden Mustern bei Teppichen.

  • Der Fachbegriff reversibel

    Als reversibel bezeichnet man Anstrichstoffe, Farben und Beschichtungen, die sich nach ihrer Durchtrocknung wieder von ihrem Lösemittel vollständig auflösen lassen und sich theoretisch wieder verwenden lassen würden. Die Anstriche trocknen physikalisch, das heißt, sie trocknen lediglich durch das Verdunsten von Lösemitteln und nicht durch eine chemische Reaktion. Beipiele für reversible Materialien sind: Leimfarbe, Nitro-Zelluloselack, Schellack, aber auch Kleister. Die meisten reversiblen Materialien stammen aus dem Bereich der historischen Materialien.

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