Anwendung

  • Verarbeitung von Zierprofilen

    Wichtiges über Zierprofile

    Dies ist eine Anleitung für die Montage im Innenbereich

    Die handelsüblichen Zierprofle sind im Regelfall keine echten Stuckleisten aus Gips, sondern Kunststoffleisten. Kunststoffe haben einige Vorteile gegenüber dem historischen Stuckgips. Kunststoffe lassen sich wesentlich leichter herstellen und je nach Anwendung in unterschiedlichen Qualitäten und daher auch Preisklassen herstellen. Für den Anwender ergibt sich ein sehr großer Vorteil, nämlich, dass die Leisten ungleich leichter sind. Bei der Herstellung der Zierprofile wird sehr viel Wert auf Leichtigkeit gelegt.

    Grundsätzlich werden Zierprofie VOR der Tapezierarbeit komplett fertig verarbeitet. Eine nachfolgende Montage von Zierprofilen auf bereits tapezierte Wandflächen gestaltet sich sehr viel schwieriger und unprofessioneller. Verklebt werden die Profile mit einem speziellen Profilkleber. Normale Acrylat-Fugendichtstoffe sind für die Verarbeitung ungeeignet, da die speziellen Kleber nicht nur sehr gut kleben und eine gute Anfangshaftung haben, sonder nach der Trocknung schleifbar sind. Besonders in Gehrungen ist das sehr brauchbar. Die Anschlussfugen werden nach der Montage ebenfalls mit dem Profilleistenkleber ausgefugt. Der Kleber wird in Kartuschen für handelsübliche Kartuschenpistolen geliefert.

    Nach der Montage, dem Verfugen und Schleifen müssen die Leisten gestrichen werden. Sie sind werksseitig vorgrundiert und können mit normalen Dispersionsfarben überstrichen werden. Es können aber auch wasserverdünnbare Lackfarben verwendet werden.

    Nach der Trocknung kann dann mit den Tapezierarbeiten begonnen werden.

     

  • Holzschutz

    Holz - Der wunderbare Baustoff

    Informationen über Holzschutz Kein anderer baustoff hat eine so lange Tradition, wie Holz. Holz als nätürlicher Baustoff hat sich als zuverlässiges Material im Laufe der Jahrtausende bewährt. Die Beliebtheit ist bis in unsere Zeit ungebrochen. Allerdings muss Holz auch vor Witterung und Zerfall geschützt werden, da es als der Natur entliehen wurde und so Teil des natürlichen Prozesses von Leben und Tod ist. Um lange Freude am Baustoff Holz zu haben, erfordert es Augenmerk und Pflege. Wo im Innenbereich Witterungseinflüsse kaum eine Rolle spielen, muss hier das Holz aber vor Abnutzung und Beschädigung geschützt werden. Außerdem spielt hier die Wohngesundheit eine nicht zu unterschätzende Rolle. Der Einsatz von fungiziden (pilzwidrigen) Holzschutzmitteln ist nicht nur unnötig, er birgt auch Gefahren in Form von enthaltenen Giftstoffen. Wenn ein Holzschutzmittel die Aufschrift „nur für außen“ trägt, sollte das auch ernst genommen werden. Im Außenbereich hingegen ist ein Schutz vor Witterungseinflüsse, wie Feuchtigkeit oder UV-Einstrahlung besonders wichtig.
    Neben dem Schutz des Holzes durch Anstriche oder Beschichtungen gibt es eine Reihe anderer Faktoren, die für die Langlebiugkeit des Holzes eine sehr große Rolle spielen.

    Die Art des Holzes

    Holz ist in fast allen Teilen dieser Welt verfügbar. So unterschiedlich die verschiedenen Baumarten sind, so unterschiedlich sind auch die Eigernschaften der verschiedenen Hölzer. So verwundert es nicht, dass manche Hölzer für bestimmte Anwendungen unbrauchbar sind, in anderen Situationen ihre Qualitätenvoll ausspielen. Beispielsweise ist Fichtenholz im Innenausbau zu recht sehr beliebt, da es reichlich verfügbar ist und sich leicht verrbeiten lässt. Im Außenbereich ist Fichtenholz dagegen eher minderwertig, da es extrem anfällig gegen sogenannte Bläuepilze ist, die das Holz schnell faulen lässt. Zudem ist es weich, was eine Durchnässung des Holzes erleichtert. Von den einheimischen Hölzern haben sich für den Außenbereich haben sich die folgenden Hölzer besonders bewährt:

    • Eiche
    • Lärche
    • Kiefer
    • Douglasie
    • Robinie

    Allgemein kann man sagen, dass Nadelhölzer zwar leichter zu verarbeiten sind, Laubhölzer aber aufgrund ihrer kürzeren Fasern wesentlich härter und widerstandsfähiger sind.

    Tropenhölzer

    Tropenhölzer sind Laubhölzer aus tropischen Regenwäldern. Diese Hölzer sind extrem hart, widerstandsfähig und masshaltig. Sie sind an sich das perfekte Bauholz, allerdings verbietet sich deren Verwendung im großen Stil aus Sicht des Umweltschutzes, weil dadurch aktiv der Regenwald zerstört wird. Außerdem ist bei Anstrichen auf Tropenhölzern, besonders z.B. bei Teakholz auf die Holzinhaltsstoffe zu achten. Diese Inhaltsstoffe können dazu führen, dass normale Anstrichmittel nicht richtig trocknen können und ewig klebrig bleiben.

    Holzinhaltsstoffe

    Holzinhalsstoffe sind natürliche Stoffe, die im Holz enthalten sind und dem Werkstoff besondere Eigenschaften verleihen. So befindet sich insbesondere in Nadelhölzern öfter Harz. Dieses Harz hat eine zähe Konsistenz und verflüssigt sich bei Temperaturen ab ca. 60°C. Dann tritt es aus dem Holz und bildet Harzgallen. Bei direkter Sonneneinstrahlung können solche Themperaturen leicht erreicht werden, insbesonders auf dunklen Flächen. Deshalb bietet es sich an, Fenster weiß oder zumindest hell zu streichen, wenn mit Harzaustritten zu rechnen ist. Dieses ausgetretene Haz ist nur schwer zu entfernen. Wenn möglich, kann es mechanisch entfernt werden. Von einem Entfernen mit Lösemitteln ist dringend abzuraten. Hierbei wird das Harz angelöst, verteilt und noch mehr in das Holz eingerieben. Harzende Hölzer sind daher für viele Anwendungen als minderwertige Qualität anzusehen.
    Andere Holzinhaltsstoffe sind beispielsweise Gerbstoffe im Eichenholz. Diese wirken sich nicht negativ af den Anstrich aus, sie sorgen aber für einen natürlichen Holzschutz. Daher ist in vielen Fällen eine Behandlung mit Bläueschutzmitteln (Holzimprägniergrund) auch im Außenbereich nicht nötig.
    Teakholz beinhaltet eine Reihe an ätherischen Ölen. Diese Stoffe behindern in den meisten Fällen eine ordentliche Trocknung des Anstrichs. Lacke und Holzlasuren können nicht durchtrocknen. Deshalb ist es schwierig, diese Hölzer zu lackieren. Teakhölzer werden deshalb in der Regel mit speziellen Teakölen behandelt. Diese speziellen Öle ziehen tief in das Holz ein und bieten einen guten Schutz vor Verwitterung. Wie viele andere Tropenhölzer verwittern Teakhölzer kaum, neigen aber dazu, zu vergrauen. Diese Vergrauung ist aber ein natürlicher Prozess, der dem Holz in seiner Substanz keinen Schaden zufügt.

    Holzschäden

    Wenn Holz altert, schlecht gepflegt wird oder einfach eine minderwertige Qualität besitzt, kommt es zu Holzschäden. Der größte Feind des Holzes ist die direkte Sonne, genauer die Bestrahlung

    Holzbefall durch Bläuepilze Links: gesundes Holz, rechts: Holz von Bläuepilzen befallen

    mit UV-Licht. Diese Bestrahlung führt im Holz zum sogenannten Ligninabbau. Lignin ist der eigentliche Holzbaustoff. Wenner sich abbaut, bleibt lediglich ein Zellulosegerüst zurück. Selbst ein geringer Ligninabbau kann das Holz schädigen. Das Holz wird dadurch poröser und lässt Feuchtigheit sehr leicht eindringen. Ein solches feuchtes, organisches Substrat ist der ideale Nährboden für Pilze. Der Pilzbefall führt dann zuerst zu sichtbaren dunklen Verfärbungen, später dann zur Fäulnisbildung im Holz. Verfaultes Holz kann dann nur großflächig entfernt werden und muss dann durch neues Holz ersetzt werden. Vorbeugende Maßnahmen gegen den Befallder sogenannten Bläuepilze ist eine Behandlung mit einem Holzimprägniergrund (Bläueschutzgrund). Eine Behandlung des Holzes im Innenbereich mit einem Holzimprägniergrund ist allerdings unnötig und eher schädlich, weil man sich chemische fungizide in den Wohnbereich holt.

    Masshaltigkeit

    Wesentlich entscheidend für die Qualität des Holzes ist die Masshaltigkeit. Darunter versteht man die Veränderung der Maße eines Holzes, bzw. eine Verbiegung oder Verformung. Diese Veränderungen treten besonders bei mangelhaft getrocknetem Holz auf. Holz sollte grundsätzlich gut und gewissenhaft getrocknet sein. Ein zu schneller Trockenprozess führt beispielsweise schnell zur Rissbildung. Holz mit einer zu hohen Feuchtigkeit neigt nach der Verarbeitung deutlich mehr zum Befall durch Pilze. Außerdem „verziehen“ sich ungenügend getrocknete Hölzer teilweise sehr stark. Insbesondere Beim Bau von Fenstern, Türen oder Möbeln ist die Masshaltigkeit von entscheidender Bedeutung, aber auch bei Verschalungen, Zäunen oder ähnlichen Anwendungen führt eine schlechte Holzqualität zu wesentlich geringerer Lebensdauer und mangelhafter Optik.

    Unter dem Begriff der Maßhaltigkeit versteht man die Verformung des Holzes im Laufe der Zeit unter verschiedenen Einflüssen. Man teilt Hölzer in drei Gruppen ein, die unterschiedlich geschützt werden müssen:

    • Maßhaltige Hölzer
    • Begrenzt maßhaltige Hölzer
    • Nicht maßhaltige Hölzer

    Maßhaltige Hölzer werden zum Bau von Türen, Fenstern oder Möbeln verwendet. Die Oberflächen brauchen hier einen guten Schutzfilm, der ein Eindringen von Feuchtigkeit verhindert und das Holz in seiner Oberfläche schützt.
    Begrenzt maßhaltige Hölzer, zum Beispiel für Verschalungen oder Dachüberstände, sowie nicht maßhaltige Hölzer, zum Beispiel Zäune, benötigen einen anderen Holzschutz. Hier sollte die Oberfläche möglichst offen sein. Schichten und Filme auf der Oberfläche reißen durch Bewegungen des Holzes auf, es entstehen Spannungsrisse, die Feuchtigkeit eindringen lassen, die dann schlecht wieder verdunsten kann. Diese Hölzer brauchen einen Holzschutz der das Holz von innen schützt, tief eindringt und keinen Film bildet.

    Konstruktiver Holzschutz

    Unter dem Begriff des kunstruktiven Holzschutzes versteht der Fachmann eine ganz grundsätzliche Sache. Es geht darum, das Holz bereits bei der Verarbeitung durch konstruktive Maßnahmen zu schützen. Es geht in erster Linie darum, dass Wasser schnell und vollständig ablaufen kann. Dazu muss bei waagerechten Flächen eine Neigung von mindestens 20° eingehalten werden. Weiterhin müssen die Ecken bei Ablaufflächen abgerundet werden. An den Unterseiten waagerechter Flächen müssen Tropfkanten eingebaut sein, damit Wasser nicht an Untersichten verweilt.
    Zum konstruktiven Holzschutz gehört auch ein ausreichend breiter Dachüberstand. Dachüberstände können sehr gut vor Regen und direkter Sonneneinstrahlung schützen, so dass das Holz wesentlich langlebiger ist.
    Sehr wichtig ist auch der Schutz von Hirnholzflächen. Hirnholz ist eine Fläche, bei der der Stamm quer durchgesägt wurde, wo also die Jahresringe sichtbar sind. Hier wurden die Versorgungsleitungen des Baumes durchgeschnitten, durch die hier sehr leicht Wasser und Feuchtigkeit eindringen kann. Hirnholzflächen haben eine sehr hohe Kapillarwirkung und müssen intensiv durch Holzschutzmittel geschützt werden. Zuletzt ist noch besonders wichtig, dass Holz keinen Erdkontakt hat. Im Erdreich leben zahlreiche Mikroorganismen, die Holz in kurzer Zeit zersetzen. Außerdem ist es dort dauerfeucht.

    Der richtige Holzschutz

    Aufgrund all dieser Eigenschaften von Holzflächen ist ein geeigneter Holzschutzanstrich im Außenbereich äußerst wichtig. Hier zu sparen kann sehr teuer werden. Vielmehr kommt es auf hochwertiges Material, die richtige Verwendung und den korrekten Anstrichaufbau an, damit Sie lange Freude an Ihren Holzflächen haben. Bereits beschädigtes Holz zu erhalten ist meist sehr aufwendig.

    Holzschutzlasuren

    Holzschutzlasuren sind transparente Anstrichmittel, die mit speziellen Lasurpigmenten eingefärbt wurden und dem Holz einen speziellen Farbton verleihen. Es sind auch farblose Holzlasuren im Handel, die aber für Außenanstriche nicht geeignet sind. Der Grund ist, dass der Anstrich dann keinen Schutz für die schädliche UV-Einstrahlung besitzt. Je dunkler eine Holzschutzlasur ist, um so wirksamer ist der UV-Schutz. Holzschutzlasuren teilt man ein in dünnschichtige Lasuren und Dickschichtlasuren. Maßhaltige Anstriche (Türen, Fenster) sollten mit filmbildenden, also Dickschichtlasuren gestrichen werden. Diese Lasuren bilden eine Schicht auf der Oberfläche, die das Holz schützt. Rohe Holzstellen sollten vorher aber unbedingt mit einem tief wirksamen Holzimprägniergrund oder einer Dünnschichtlasur vorbehandelt werden, die tief in das Holz eindringt.
    Nicht maßhaltige Hölzer dürfen nicht mit einer Dickschichtlasur gestrichen werden. Der Anstrich ist nicht elastisch genug, um die Bewegungen des Holzes mitzugehen, weshalb die Oberfläche bricht und Wasser unter den Anstrich ziehen kann. Hier müssen Dünnschichtlasuren verwendet werden, die tief in das Holz eindringen, aber keine Schicht bilden.

    Deckende Anstriche

    Auch deckende Anstriche auf Holz sind möglich. Hier werden heutzutage für nicht maßhaltige Hölzer entweder hochelastische Acrylfarben oder die altbewährten Ölfarben verwendet. Beide Anstriche sind diffusionsoffen, das heißt, Feuchtigkeit kann entweichen. Durch die hohe Elastizität macht der Anstrich alle Holzbewegungen mit.
    Maßhaltige Hölzer können auch lackiert werden. Für Fenster werden erfolgreich sogenannte Ventilationslacke verwendet, die zwar eine dichte Schicht bilden, aber dennoch Feuchtigkeit herauslassen.

    Durchschlagen

    Bei deckenden Anstrichen mit wasserverdünnbaren Anstrichmitteln kann es in einigen Fällen zum Durchschlagen kommen. Das heißet, das auf dem fertigen Anstrich direkt nach der Trocknung meist gelbe oder bräunliche Flecken entstehen. Diese Flecken lassen sich auch durch mehrmaliges Überarbeiten nicht beseitigen. Hier werden wasserlösliche Inhaltsstoffe im Holz gelöst, sodass sie beim Trocknen an die Oberfläche geraten und den Anstrich verfärben. Bei weiteren Anstrichen schlagen diese Flecken deshalb erneut durch. Hier muss mit einem speziellen Isoliergrund grundiert werden, der ein Durchschlagen verhindert.

  • Tadelakt

    Tadelakt – Was ist das?

    Tadelakt ist eine aus Marokko stammende Putztechnik von faszinierender Schönheit und mit einzigartigen Eigenschaften

    Von der Idee zum neuen Wohnerlebnis

    Tadelakt geht eine ca. 2000 Jahre alte Tradition voraus. Diese Technik wurde in Marokko entwickelt und wird dort heute noch im großen Stil ausgeübt. Dort findet man vor allem Bäder, Wandflächen und insbesondere die Hammams, die traditionellen arabischen Dampfbäder aus Tadelakt.
    Tadelakt bietet eine traumhaft schöne Oberfläche, die man leider auf Bildern nicht wiedergeben kann. Die Tadelaktflächen werden mit einem Stein auf Hochglanz poliert. Im Tadelakt selber entstehen dekorative Risse und eine leicht wolkige Verfärbung, die dem ganzen Erscheinungsbild eine sehr große Tiefe geben. Obwohl Kalk ein eher totes, kaltes Material ist, bietet die Tadelakt-Oberfläche eine Anmut, die das Material eine ganz besondere Wärme und Wohnlichkeit ausstrahlen lässt.
    Tadelakt ist ein reines Naturprodukt und besteht fast ausschließlich aus Kalk, der in einem besonderen Herstellungsprozess hergestellt wird. Damit verbunden sind Materialeigenschaften, die kein Industrieprodukt in dieser Form zu bieten hat: Wasserfestigkeit:  Tadelakt ist wasserdicht, so dass ohne weiteres Duschwannen, Badwannen oder ähnliches daraus hergestellt werden können. Dabei ist keinerlei Beschichtung oder Versiegelung notwendig. Diffusionsfähigkeit: trotz der Wasserdichtheit ist Tadelakt absolut diffusionsfähig und feuchtigkeitsregulierend. Falls durch Risse oder Beschädigungen trotzdem einmal Wasser in den Untergrund dringt, schadet es nicht. Es trocknet einfach wieder sehr schnell, ohne Schaden anzurichten. Schmutz- und Wasserabweisend: Tadelakt ist sehr stark schmutz- und wasserabweisend. Durch das Polieren entsteht eine sogenannte hydrophobierte Oberfläche. Das heißt, dass Wasser abgewiesen wird und einfach abperlt. Bei Ausführung einer Tadelaktarbeit erhalten Sie eine Einweisung in die Pflege dieser Flächen, um die Eigenschaften zu erhalten Materialhärte: Tadelakt braucht ca. 4 Wochen um völlig auszuhärten. Danach ist es hart wie Marmor. Es ist sehr widerstandsfähig und bei richtiger Pflege extrem haltbar.

  • Patina - in Würde altern

    Als Patina bezeichet man allgemein gealterte Oberflächen, entweder durch Oxidation unregelmäßig verfärbt, oder durch Staub und Verschmutzung belegt. Eine Patina hat oft einen ganz besonderen Charme, weshalb seit jahrhunderten nach Möglichkeiten gesucht, diese Oberflächenso authentisch wie möglich zu imitieren.

    Patina durch Oxidation

    Metalloberflächen, insbesondere Silber, Messing oder Gold-Legierungen unterliegen der langsamen Oxidation. Durch Chemikalien kann dieser Prozess wesentlich beschleunigt werden. Normalerweise wird hierzu Schwefelleber (Natriumsilfid) verwendet. Es kann sowohl in Wasser, wie auch in Alkohol gelöst werden und wirkt stark patinierend. Es ist vorsichtig anzuwenden, da es noch einige Zeit nach dem Entfernen nachwirkt.

    Patina durch Lasuren

    Alle Oberflächen, insbesondere Oberflächen mit Strukturen oder anderen Texturen lassen sich hervorragend mit Lasuren patinieren. Hierzu sind im Laufe der Geschichte die unterschiedlichsten Rezepturen entstanden. Meist werden Erdpigmente mit Öl, Leim oder Wasser vermischt und sehr dünn aufgetragen. Wenn möglich wird die Patina mit dem Lappen aufgetragen. Ziel ist es immer, Oberflächen gealtert wirken zu lassen

  • Das Lüstern von Metallflächen in historischer Zeit

    Als "lüstern" bezeichnete man in historicher Zeit das Aufbringen von feinen, nahezu transparenten Lasuren auf Metalloberflächen. Diese Oberflächen waren normalerweise vergoldet. So erhielt man entweder einen gealterten Effekt, den man heutzutage als Vintage-Effekt bezeichnen würde. oder man verzierte das Werkstück subtil. Gelüstert wurde sehr häufig in der Zeit des Mittelalters. Als Farbstoffe zum Lüstern eignen sich Drachenblut, Schellack oder verschiedene Harze, die normalerweise in Alkohol gelöst wurden.

  • Der richtige Kleister

    In den allermeisten Fällen kann man Vliestapeten und Papiertapeten mit einfachem Spezialkleister tapezieren. Lediglich Schwervinyltapeten mit Papierträger brauchen einen stärkeren Kleister. Das erreicht man durch die Zugabe einer kleinen(!) Menge (ca.10%) Dispersionsklebers in den Kleister. Auch Glattvinyltapeten auf Papierträger vertragen einen kleinen Dispersionskleber-Zusatz. Vliestapeten genügt eigentlich immer der reine SpezialkleisterDispersionskleber haben den Nachteil, dass Kleberrückstände auf der Tapetenoberfläche Flecken ergeben. Im Laufe der Zeit verstärkt sich noch die Sichtbarkeit der Kleberrückstände. Der reine Kleister trocknet transparent auf. Trotzdem sind Kleisterrückstände auf der Oberfläche grundsätzlich zu vermeiden und sind sofort mit einem feuchten Tuch zu entfernen. Für Vliestapeten gibt es auch einen Spezialkleister, der exakt auf die Vliestapeten abgestimmt ist. Der immer noch im Handel angebotene Normalkleister ist eher von historischer Bedeutung.

  • Körnung bei Schleifpapier

    Definition

    Die Angaben der Körnung bezeicnet man auch als sogenannte "Sieblinie". Das sind Bezeicnungen, wie beispielsweise P 100 oder P 40. Diese Zahl, die man als Körnung bezeicnet, ergibt sich durch die Anzahl der Maschen, die sich pro Zoll auf einem Sieb befinden. Die Schleifkörner, die gerade durch ein Sieb passen, werden für das entsprechende Schleifmittel verwendet. So passt ein Schleifmittel mit der Körnung 150 beispielsweise gerade noch einen Sieb mit 150 Maschen pro Zoll.
    Daraus ergibt sich auch, dass ein Schleifpapier mit der Körnung P 40 wesentlich gröber ist, als ein Schleifpapier mit der Körnung P 240.

    Anwendung

    Welches Schleifmittel benötige ich denn nun zu welchem Zweck?
    Man kann hier einige Empfehlungen geben:

    • Bis P 80:
      Das Schleifmittel ist sehr grob und wird nur zum Entfernen, beispielsweise von Beschichtungen, Rost usw. verwendet. Zum Zwischen- und Feinschliff bei Lackierungen und sonstigen Anstrichen ist diese Körnung ungeeignet.
    • P 100 bis P150
      Das Schleifmittel ist zum Schleifen von Grundierungen und Lackierungen, sowie zum Zwischenschliff bei mehrschichtigem Lackauftrag geeignet. Das Schleifpapier P 100 kann auch sehr gut zum Schleifen von Holz (immer in Faserrichtung!) verwendet werden.
    • P 180 bis P240
      Das Schleifpapier eignet sich zum Feinschliff bei Lackierungen, wie zum Beispiel bei Türen.
    • Ab P 320
      Die sehr feinen Schleifpapiere sind zum Feinschliff bei hochwertigen Lackierungen vor Allem bei Spritzlackierungen (Fahrzeuglackierungen) geeignet. Meist werden hier Nassschleifpapiere verwendet.
  • Warum deckt gelbe Farbe so schlecht?

    Es liegt an den Pigmenten

    Eine Farbe oder ein Lack besteht aus drei Bestandteilen:

    1. Einem Pigment (Es ist ein farbiges Pulver, das der Farbe ihren Farbton gibt)
    2. Einem Bindemittel (Es verklebt die Pigmente zusammen und klebt die Farbe am Untergrund)
    3. Einem Verdünnungs- oder Lösemittel (Damit macht man die Farbe flüssiger, damit man sie überhaupt verstreichen kann. Das Lösemittel verdunstet einfach und ist nach dem Trocknen nicht mehr vorhanden)

    Pigmente sind zwar einfach farbige Pulver, aber die Zusammensetzung und die Herstellung der Pigmente sind völlig unterschiedlich. So gibt es Erdpigmente, Mineralpigmente, organische Pigmente usw. Erdpigmente sind sehr günstig, weil es einfach nur verschiedene Sorten Erde sind, die gereinigt und aufbereitet werden. Mineralpigmente sind meist chemisch hergestellte Pigmente, die normalerweise Metallverbindungen sind. Organische Pigmente werden auf unterschiedliche Art und Weise aus organischen Stoffen (d.h. aus Erdölprodukten) hergestellt. Organische Pigmente bestehen herstellungsbedingt aus sehr viel feineren Teilchen. Feinere Teilchen bedeuten unter anderem eine größere Lasurwirkung und schlechtere Deckkraft. Organische Pigmente werden vor Allem dann verwendet, wenn sehr farbintensive Farbtöne erreicht werden sollen und keine Mineral- oder Erdpigmente zur Verfügung stehen. Weiterhin verantwortlich für die Deckkraft ist der sogenannte Brechungsindex. Er gibt an, wie stark ein Stoff das Licht brechen kann. Je unterschiedlicher der Brechungsindex zwischen Pigment uind Bindemittel ist, um so größer ist die Deckkraft. Ausgerechnet bei gelben Pigmente sind alle Eigenschaften sehr negativ, wordurch die Deckkraft am Schlechtesten ist.

    Gibt es denn keine gelben Mineralpigmente?

    Doch, früher hat man oft das Pigment Chromgelb verwendet. Die Deckkraft ist etwas besser als bei organischen Pigmenten, aber es enthät Blei und ist deshalb giftig. Es darf heute nicht mehr verwendet werden. Zudem ist es nicht sehr beständig gegen Umwelteinflüsse. Cadmiumgelb ist ein Pigment mit hervorragenden Eigenschaften. Es ist ein sehr reines, leuchtendes Pigment mit einer wirklich sehr guten Deckkraft. Allerdings ist es sehr teuer und nicht ganz unbedenklich. An sich ist Cadmiumgelb ungiftig, bei hohen Temperaturen (beim Brand z.B.) entstehen hochgiftige Schwermetall-(Cadmium-)verbindungen. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Cadmiumgelb im Hochbau verboten

    Kann man die Deckkraft von organischen Pigmenten verbessern?

    Es gibt eine Möglichkeit, die Eigenschaften beim Einsatz von organischen Pigmenten zu verbessern. Dazu mischt man das Pigment entweder mit einem gröberen Pigment oder mit Schwerspat (Bariumsulfat). Schwerspat ist ein Pulver mit fast keiner Deckkraft. Allerdings gibt es dem Pigment bein Vermischen "Körper". Das heißt, die Teilchengröße ist größer. Dadurch wird die Deckfähigkeit etwas besser und der Anstrichfilm ist dicker.

    Und wie bekomme ich nun ein deckendes, leuchtendes gelb auf die Wand?

    Es gibt eine einfache Arbeitsweise: Streichen Sie die Fläche deckend weiß vor. Wenn die Fläche wirklich deckend weiß ist, können Sie die gelbe Farbe (evtl. zweimal) auftragen. Dadurch wird die Fläche leuchtend und vor Allem deckend.

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