Archiv für den Monat: Juni 2019

  • Lösemittelhaltige Lacke

    Lösemittelhaltige Lacke enthalten als Lösemittel organische Flüssigkeiten, wie Terpentin, Alkohol oder Benzin. Es gibr eine große Palette orgenischer Lösemittel, die jedoch alle Kohlenwasserstoffe sind und sich völlig anders als Wasser verhalten. Leider sind diese Lösemittel in den meisten Fällen nicht umweltfreundlich oder gesundheitlich unbedenklich. Trotzdem gibt es Gründe, auf lösemittelhaltige Lacke zurückzugreifen.

  • Chinaborsten

    Beim Kauf von Pinseln wird häufig mit dem Attribut "reine Chinaborsten" geworben. Chinaborsten sind Naturborsten vom Chinaschwein. Diese Schweinerasse hat längere und üppigere Borsten als unsere einheimischen Schweinerassen. Chinaborsten gibt es sowohl in heller, als auch in schwarzer Farbe. Die schwarzen Borsten gelten allgemein als fester und langlebiger. Aus diesem Grund werden für Qualitätspinsel in der Regel schwarze Chinaborsten verwendet.

    Naturborsten eignen sich hervorragend für lösemittelhaltige Lacke und Dispersionsfarben. Naturborsten haben einen Spliss, also die Spitzen sind gespalten. Durch diesen Spliss können Naturborsten viel Farbe halten, was zu einem besseren Ergebnis führt.

    Für die Verarbeitung von wasserverdünnbaren Lacken sind Kunstborsten besser geeignet. Wasser wird von den Borsten aufgenommen und lässt sie weicher werden. Diese Eigenschaft ist bei der Verarbeitunf von Wandfarben oder Fassadenfarben gewünscht, bei Lackierungen braucht man aber festere Borsten, um den Lack besser  und gleichmäßiger verteilen zu können.

    Tipps:

    Pinsel mit Naturborsten lassen sich gut reinigen, wenn es sich um wasserverdünnbare Anstrichmittel, zum Beispiel Wandfarben handelt. Nach dem Lackieren mit lösemittelhaltigen Lacken kann man hervorragent in speziellen Pinseltöpfen aufbewahren. Bei diesen Pinseltöpfen kann man ein wenig Terpentin-Ersatz hinzufügen, wodurch die Pinsel nicht austrocknen.

    Um Pinsel über Nacht vor dem Austrocknen zu schützen reicht es auch, sie in etwas Folie einzuwickeln.

    Neue Pinsel, insbesondere Ringpinsel mit Naturborsten können vor der ersten Anwendung einige Minuten in Wasser gestellt werden und danach ausgeschleudert werden. Das Wasser lässt die Borsten leicht aufquellen, wodurch sie fester in der Heftung oder dem Vorbund sitzen. Dadurch verliert der Pinsel weniger Borsten. Zudem wird dadurch auch gleich eventueller Staub aus dem Pinsel entfernt.

    Bei Ringpinseln in Handwerkerqualität befindet sich ein sorgenannter Vorbund, der aus einem Faden, oder auch aus Kunststoff besteht. Dieser Vorbund kann beliebig gekürzt werden, was die Borsten länger werden lässt. So kann ein oft verwendeter Pinsel, dessen Borsten abgearbeitet und kürzer sind weiter verwendet werden.

  • Verarbeitung von Zierprofilen

    Wichtiges über Zierprofile

    Dies ist eine Anleitung für die Montage im Innenbereich

    Die handelsüblichen Zierprofle sind im Regelfall keine echten Stuckleisten aus Gips, sondern Kunststoffleisten. Kunststoffe haben einige Vorteile gegenüber dem historischen Stuckgips. Kunststoffe lassen sich wesentlich leichter herstellen und je nach Anwendung in unterschiedlichen Qualitäten und daher auch Preisklassen herstellen. Für den Anwender ergibt sich ein sehr großer Vorteil, nämlich, dass die Leisten ungleich leichter sind. Bei der Herstellung der Zierprofile wird sehr viel Wert auf Leichtigkeit gelegt.

    Grundsätzlich werden Zierprofie VOR der Tapezierarbeit komplett fertig verarbeitet. Eine nachfolgende Montage von Zierprofilen auf bereits tapezierte Wandflächen gestaltet sich sehr viel schwieriger und unprofessioneller. Verklebt werden die Profile mit einem speziellen Profilkleber. Normale Acrylat-Fugendichtstoffe sind für die Verarbeitung ungeeignet, da die speziellen Kleber nicht nur sehr gut kleben und eine gute Anfangshaftung haben, sonder nach der Trocknung schleifbar sind. Besonders in Gehrungen ist das sehr brauchbar. Die Anschlussfugen werden nach der Montage ebenfalls mit dem Profilleistenkleber ausgefugt. Der Kleber wird in Kartuschen für handelsübliche Kartuschenpistolen geliefert.

    Nach der Montage, dem Verfugen und Schleifen müssen die Leisten gestrichen werden. Sie sind werksseitig vorgrundiert und können mit normalen Dispersionsfarben überstrichen werden. Es können aber auch wasserverdünnbare Lackfarben verwendet werden.

    Nach der Trocknung kann dann mit den Tapezierarbeiten begonnen werden.

     

  • Der Unterschied zwischen Vliestapeten und Papiertapeten

    Der kleiner Unterschied

    Vliestapeten und Papiertapeten unterscheiden sich grundsätzlich nur durch unterschiedliche Trägermaterialien. Die Oberflächen können bei beiden Tapetenarten in nahezu gleicher Weise bedruckt werden oder mit Applikationsverfahren versehen werden, so dass man es den Tapeten an der Oberfläche nicht ansieht, ob es sich um Vliestapeten oder Papiertapeten handelt. Auch die Rückseite lässt invielen Fällen nicht erkennen, ob es sich um eine Vliestapete oder eine Papiertapete handelt.

    Wie kann ich die Tapetenart überprüfen?

    Es gibt einen einfachen Trick, wie man überprüfen kann, ob es sich um eine Papiertapete oder eine Vliestapete handelt. Man braucht nur ein kleies Stück der Tapete einzureißen. Ein Zentimeter reicht dabei schon aus. Man sieht einen ausgefransten Riss. Bei einer Papiertapete ist dieser Riss zwar fransig, hat aber nur sehr kurze Papierfasern. Bei einer Vliestapete hingegen erkennt man lange, gerade Fasern, die nadelartig wirken. Dies ist ein untrügerisches Zeichen für eine Vliestapete. Man sollte, wenn man unsicher ist immer diesen Test durchführen. Augenscheinlich erkennt man den Unterschied nicht. Zum Beispiel sind gerade im skandinavischen Raum hochwertige, umweltfreundliche Vliesträger gebräuchlich, die ein beige Farbe haben und sich anfühlen wie Papier, in Wirklichkeit jedoch Vliesträger sind. Umgekehrt haben viele amerikanische Tapeten eine sehr weiße, glatte Rückseite, die man augenscheinlich als Vliestapete identifizieren könnte, in Wirklichkeit jedoch Papierträger sind.

    Unterschiede in der Verarbeitung

    Die korrekte Unterscheidung spielt eine große Rolle bei der Verarbeitung

    Verarbeitung von Papiertapeten

    Bei der Verarbeitung der Papiertapeten ist in erster Linie auf die Einhaltung der korrketen Weichzeit zu achten. Papiertapeten müssen einzeln auf dem Tapeziertisch zugeschnitten werden und danach Bahn für Bahn einzeln eingekleistert werden. Die entsprechende Weichzeit ist auf dem Einleger angegeben und darf keinesfalls verkürzt werden. In der Regel lieget diese Zeit zwischen 5 und 10 Minuten. Bei Tapeten mit Musteransatz ist besonders auf gleiche Weichzeit zu achten, da sich die Tapetenbahnen ausdehnen und etwas länger werden. Wenn die Weichzeiten stark abweichen, kann es passieren, dass das Muster zwar am Anfang der Bahn passt, zum Ende hin jedoch verspringt. Das passiert allerdings nur, wenn die Weichzeiten sehr stark voneinander abweichen. Bei Papiertapeten ist besonders darauf zu achten, dass beim Trocknen keinerlei Zugluft entsteht und zu trockene Heizungsluft ist ebenfalls zu vermeiden. Das bedeutet jedoch nicht, dsass die Heizung komplett ausgeschaltet werden soll und der Raum auskühlt.

    Verarbeitung von Vliestapeten

    Anders als Papiertapeten sind Vliestapeten lichtdurchläsig, so dass der Untergrund durchscheinen kann, wenn er nicht gleichmäßig eingefärbt ist. Der Untergrund muss deshalb immer mit einem deckenden Tapetengrund vorgstrichen werden. Dieser mus nicht zwangsläufig weiß sein, bei stark farbigen Tapeten ist es ratsam den Untergrund im Hintergrundton der Tapete zu streichen. Vliestapeten benötigen keine Weichzeit und können nach dem Einkleistern direkt verarbeitet werden. Ebenso kann der Kleister auch direkt auf die Wand gebracht werden und die trockene Tapete in den Kleister auf der Wand eingelegt werden. Ein Nachteil von Vliestapeten ist, dass das Material im nassen Zusatnd nicht geschmeidiger wird und der Nahtbereich bei krummen Wänden nicht korrigiert werden kann. Papiertapeten können hier etwas(!) gedehnt werden, so dass die Nahtbereiche meist professioneller ausfallen.

4 Artikel