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Archiv für den Monat: Dezember 2018

  • Was heißt Karat?

    Der Begriff Karat bei der Verarbeitung von Blattgold

    Im Gegensatz zum Goldschmiedehandwerk wird der Feingoldgehalt eines Blattmetalls mit Karat bezeichnet. Dabei entspricht reines Gold 24 Karat bzw. 999 Feingold. Die Grundlage dieser Maßeinheit ist die historische Kölnische Mark, die in 24 Karat aufgeteilt ist, und diese zu 12 Gran. Demzufolge entsprechen z.B. 18 Karat Gold 18 Teile Gold und 6 Teile andere Metalle. In der Fachsprache wird dies als 18-karätiges Gold oder 18er Gold bezeichnet. Goldschmiede messen den Feingoldgehalt mit einer Tausendteileinteilung. Dabei entspricht 1 Karat 41,66 1/1000

    oder:

     

    FeingoldgehaltKaratzahl
    3338 Karat
    58514 Karat
    90022 Karat
    99924 Karat

     

    Diese Maßeinheit darf nicht mit dem gleichnamigen Größenmass für Edelsteine verwechselt werden. Hierbei handelt es sich um ein Gewichtsmaß, wobei ein Karat 0,2 Gramm entsprechen!

  • Was sind Dispersionsfarben?

    Was verbirgt sich eigentlich hinter dem Begriff Dispersionsfarbe?

    Bei Wand- und Fassadenfarben stößt man immer wieder auf den Begriff Dispersionsfarbe oder Kunststoffdispersion. Eine Erklärung, worum es sich hierbei handelt, findet man allerdings selten. Grundsätzlich ist eine Dispersion, ähnlich wie eine Emulsion eine Mischung aus zwei Stoffen, die sich nicht vermischen lassen, zum Beispiel Wasser und Öl. Damit diese Vermischung gelingt, wird ein dritter Stoff benötigt, der Emulgator. Dieser Emulgator hat die Eigenschaft, sich mit jeder einzelnen der beiden Stoffe zu vermischen und so gelingt es, eine homogene Mischung zu erzeugen.

    Der Vorgänger der heutigen Dispersionsfarben waren die Emulsionsfarben, bei denen eine Ölfarbe mit Wasser vermischt wurde und somit wesentlich leichter zu verarbeiten war. Hier wurde beispielsweise bei den bekannten Tempera-Farben anfangs Hühnereiweiß als Emulgator verwendet. Diese Temperafarben konnten mit Wasser verdünnt werden, trocknet sehr fest auf und ließen sich gut streichen. Auch der Maler als Fachmann und Profi streicht fast ausschließlich Dispersionsfarben.

    Am Anfang war die Leimfarbe

    In historischer Zeit wurden für Innenanstriche fast ausschließlich Leimfarben verwendet. Diese wurden in der Werkstatt am Tag vor der Verwendung hergestellt. Dazu wurde Zelluloseleim (ähnlich wie normaler Kleister, allerdings mit einer kleineren Molekularstruktur, was den Leim nicht so zäh macht) angerührt, kurz quellen gelassen und mit Kreide oder Pigmenten vermischt. Das war schon alles. Diese Leimfarben hatten jedoch einen entscheidenden Nachteil. Sie lösten sich im Wasser wieder auf und ließen sich somit abwaschen. Um dem entgegenzuwirken, wurden den Leimfarben oft Leinöl (ein trocknendes Öl, das auch für Ölfarben verwendet wird) zugegeben, was aber andere Nachteile mit sich zog und der sogenannten Reversibilität nicht wirklich entgegenwirkte. Aus diesen Erkenntnissen wurde geforscht, bis man ein neues Bindemittel entdeckte, die Dispersion. Hier wurden winzigste Kunststoffteilchen mittels eines Dispergiermittels in Wasser gelöst.

    Der kalte Fluss

    Wenn nun eine solche Dispersion trocknet, also das Wasser verdunstet, bleibt zum Schluss nur noch das Öl, Harz (Kunstharz) oder der Kunststoff übrig. Diese Stoffe fließen praktisch zusammen und bilden einen festen Film, der natürlich nicht mehr oder nur sehr schwierig von Wasser gelöst werden kann. Das ist der Trick der Dispersionsfarben. Man nennt diesen Trocknungsprozess »Kalter Fluss«.

    Dispersionsfarben im Handel

    Die Hersteller setzen sehr viel Engagement in die Erforschung von Dispersionsfarben, denn mit diesem Verfahren kann man nicht nur Wandfarben herstellen, auch alle Formen von Lackfarben lassen sich dispergieren und sind somit wasserverdünnbar, aber nicht wasserlöslich! Das Ergebnis ist bestechend. Die Lacke trocknen primär durch die Verdunstung von Wasser und nicht durch organische Lösemittel, wie Terpentin oder Nitroverdünnung. Die Praxis zeigt jedoch, dass die Qualität der Lackierungen hinter den klassischen, lösemittelhaltigen Lacken liegt, aber die Unterschiede werden immer geringer und die Vorteile, insbesondere die Umweltfreundlichkeit durch den weitgehenden Verzicht auf organische Lösemittel wie Terpentin überwiegen. Im Bereich der Wandfarben haben sich Kunststoffdispersionsfarben komplett durchgesetzt und teilen sich den Markt mit einigen Naturfarben, die allerdings ebenfalls Dispersionsfarben auf Basis von Naturharzen sind.

    Dispersionsfarben beherrschen in unserer Zeit den Markt der Wandfarben, aber auch der Fassadenfarben. Der Begriff Dispersionsfarben beschreibt dabei eigentlich eine ganze Reihe unterschiedlicher Anstrichmittel.

    Je nach der verwendeten Bindemitteltechnologie erreichen Dispersionsfarben einen immer höheren Standard. Insbesondere Bindemittel mit Acrylsäure-Anteilen (z.B. Acryl-Fassadenfarben) erreichen eine hohe Qualität, ebenso wir der Einsatz von Polyurethan oder Epoxidharz bei den Lacken.

    Ein Nachteil der Dispersionsfarben ist die hohe Anfälligkeit vor Verschmutzungen. Einerseits beruht diese Bindemitteltechnologie auf organischen Rohstoffen, welche für Mikroorganismen einen hervorragenden Nährboden bieten, zum Anderen haben Dispersionsfarben ähnliche Eigenschaften wie Kunststoffe, das heißt, sie sind anfällig für statische Aufladungen, die Staubpartikel anziehen und sie haben eine relativ weiche Oberfläche. Inzwischen gibt es allerdings einige Methoden, diesem Nachteil entgegen zu wirken, indem die Hersteller spezielle Zuschlagstoffe zugeben.

    Latexfarben

    Latexfarben sind eine besondere Form der Dispersionsfarben. Latex ist eigentlich ein Naturprodukt, die sogenannte Latexmilch, aus der Naturkautschuk hergestellt wird. Latexmilch bilden Gummibäume, aber auch die sogenannten Wolfsmilchgewächse. Latexfarben haben mit dieser natürlichen Latexmilch leider nichts zu tun. Bei Latexfarben handelt es sich um Kunststoff-Dispersionsfarben mit einem sehr hohen Bindemittelanteil, so dass die Oberfläche geschlossen ist. Es gibt keine einheitlichen Kriterien, die eine Latexfarbe erfüllen muss, um die Bezeichnung Latexfarbe zu rechtfertigen. Allgemein geht man davon aus, dass eine Latexfarbe zumindest scheuerbeständig sein muss und eine gewisse Resistenz gegenüber Reinigungsmitteln haben muss. Latexfarben werden in verschiedenen Oberflächen hergestellt. Es gibt sie in tuchmatt, seidenmatt, seidenglänzend, bis hin zu hochglänzenden Oberflächen. Aufgrund des hohen Bindemittelanteils haben die Latexfarben meist eine wesentlich geringere Deckkraft, die durch hohen Anteil an hochwertigen Pigmenten wieder wett gemacht werden muss. Die Deckkraft nimmt mit dem höheren Glanzgrad ab. Bei den führenden Markenherstellern ist es inzwischen auch gelungen, Latexfarben zu entwickeln, die trotz des geschlossenen Anstrichfilms immer noch atmungsaktiv sind.

    Acrylat-Dispersionsfarben

    Diese Sonderform der Dispersionsfarben enthält Polyacryl als Bindemittel. Polyacryl zeichnet sich einerseits durch hohe Witterungsbeständigkeit, sehr gutes Haftungsvermögen und vor allem durch sehr hohe Transparenz aus. Acrylat-Dispersionsfarben finden sich häufig in hochwertigen Fassadenfarben oder in Lacken auf Wasserbasis.

    Die Oberflächen der Dispersionsfarben

    In der Regel trockenen Dispersionsfarben matt auf. Es gibt einige Latexfarben, die seidenglänzend oder sogar glänzend auftrocknen. Diese Farben sind jedoch Sonderfälle. Die Qualität der Farben wird in der sogenannten Nassabriebbeständigkeit festgehalten, wobei 1 für das höchste Ergebnis steht (scheuerbeständig) und 3 für die niedrigste Qualität (waschbeständig) steht. Oft wird jedoch der Anstrich keiner hohen Belastung ausgesetzt, zum Beispiel bei Deckenflächen.

    Die Deckkraft der Wandfarbe

    Es haben sich grundsätzlich zwei Pigmente für die Herstellung der Dispersions-Wandfarben  durchgesetzt, die oft kombiniert werden. Meist wird Kreide als weißes Pigment verwendet. Kreide hat eine normale Deckkraft, ist ein günstiger Rohstoff und füllt recht stark. Das heißt, der Anstrich bildet eine recht dicke Schicht nach dem Trocknen und füllt kleine Unebenheiten aus. Kreide ist nicht ganz weiß, sondern hat eine ganz leichte Tendenz zum Beige-Grau, was man der Farbe aber erst nach genauer Betrachtung ansieht. Wenn der Farbe Kreide zugeführt wurde, hellt der Anstrich nach der Trocknung noch wesentlich heller auf.
    Als zweites Pigment wird gerade bei hochwertigen Farben Titandioxid zugefügt. Dieses Pigment ist weißer als Kreide, füllt nur sehr wenig, so dass gerade beim Anstrich von feinen Strukturtapeten die Struktur gut erhalten bleibet.

     

  • Der richtige Kleister

    In den allermeisten Fällen kann man Vliestapeten und Papiertapeten mit einfachem Spezialkleister tapezieren. Lediglich Schwervinyltapeten mit Papierträger brauchen einen stärkeren Kleister. Das erreicht man durch die Zugabe einer kleinen(!) Menge (ca.10%) Dispersionsklebers in den Kleister. Auch Glattvinyltapeten auf Papierträger vertragen einen kleinen Dispersionskleber-Zusatz. Vliestapeten genügt eigentlich immer der reine SpezialkleisterDispersionskleber haben den Nachteil, dass Kleberrückstände auf der Tapetenoberfläche Flecken ergeben. Im Laufe der Zeit verstärkt sich noch die Sichtbarkeit der Kleberrückstände. Der reine Kleister trocknet transparent auf. Trotzdem sind Kleisterrückstände auf der Oberfläche grundsätzlich zu vermeiden und sind sofort mit einem feuchten Tuch zu entfernen. Für Vliestapeten gibt es auch einen Spezialkleister, der exakt auf die Vliestapeten abgestimmt ist. Der immer noch im Handel angebotene Normalkleister ist eher von historischer Bedeutung.

  • Körnung bei Schleifpapier

    Definition

    Die Angaben der Körnung bezeicnet man auch als sogenannte "Sieblinie". Das sind Bezeicnungen, wie beispielsweise P 100 oder P 40. Diese Zahl, die man als Körnung bezeicnet, ergibt sich durch die Anzahl der Maschen, die sich pro Zoll auf einem Sieb befinden. Die Schleifkörner, die gerade durch ein Sieb passen, werden für das entsprechende Schleifmittel verwendet. So passt ein Schleifmittel mit der Körnung 150 beispielsweise gerade noch einen Sieb mit 150 Maschen pro Zoll.
    Daraus ergibt sich auch, dass ein Schleifpapier mit der Körnung P 40 wesentlich gröber ist, als ein Schleifpapier mit der Körnung P 240.

    Anwendung

    Welches Schleifmittel benötige ich denn nun zu welchem Zweck?
    Man kann hier einige Empfehlungen geben:

    • Bis P 80:
      Das Schleifmittel ist sehr grob und wird nur zum Entfernen, beispielsweise von Beschichtungen, Rost usw. verwendet. Zum Zwischen- und Feinschliff bei Lackierungen und sonstigen Anstrichen ist diese Körnung ungeeignet.
    • P 100 bis P150
      Das Schleifmittel ist zum Schleifen von Grundierungen und Lackierungen, sowie zum Zwischenschliff bei mehrschichtigem Lackauftrag geeignet. Das Schleifpapier P 100 kann auch sehr gut zum Schleifen von Holz (immer in Faserrichtung!) verwendet werden.
    • P 180 bis P240
      Das Schleifpapier eignet sich zum Feinschliff bei Lackierungen, wie zum Beispiel bei Türen.
    • Ab P 320
      Die sehr feinen Schleifpapiere sind zum Feinschliff bei hochwertigen Lackierungen vor Allem bei Spritzlackierungen (Fahrzeuglackierungen) geeignet. Meist werden hier Nassschleifpapiere verwendet.
  • Warum deckt gelbe Farbe so schlecht?

    Es liegt an den Pigmenten

    Eine Farbe oder ein Lack besteht aus drei Bestandteilen:

    1. Einem Pigment (Es ist ein farbiges Pulver, das der Farbe ihren Farbton gibt)
    2. Einem Bindemittel (Es verklebt die Pigmente zusammen und klebt die Farbe am Untergrund)
    3. Einem Verdünnungs- oder Lösemittel (Damit macht man die Farbe flüssiger, damit man sie überhaupt verstreichen kann. Das Lösemittel verdunstet einfach und ist nach dem Trocknen nicht mehr vorhanden)

    Pigmente sind zwar einfach farbige Pulver, aber die Zusammensetzung und die Herstellung der Pigmente sind völlig unterschiedlich. So gibt es Erdpigmente, Mineralpigmente, organische Pigmente usw. Erdpigmente sind sehr günstig, weil es einfach nur verschiedene Sorten Erde sind, die gereinigt und aufbereitet werden. Mineralpigmente sind meist chemisch hergestellte Pigmente, die normalerweise Metallverbindungen sind. Organische Pigmente werden auf unterschiedliche Art und Weise aus organischen Stoffen (d.h. aus Erdölprodukten) hergestellt. Organische Pigmente bestehen herstellungsbedingt aus sehr viel feineren Teilchen. Feinere Teilchen bedeuten unter anderem eine größere Lasurwirkung und schlechtere Deckkraft. Organische Pigmente werden vor Allem dann verwendet, wenn sehr farbintensive Farbtöne erreicht werden sollen und keine Mineral- oder Erdpigmente zur Verfügung stehen. Weiterhin verantwortlich für die Deckkraft ist der sogenannte Brechungsindex. Er gibt an, wie stark ein Stoff das Licht brechen kann. Je unterschiedlicher der Brechungsindex zwischen Pigment uind Bindemittel ist, um so größer ist die Deckkraft. Ausgerechnet bei gelben Pigmente sind alle Eigenschaften sehr negativ, wordurch die Deckkraft am Schlechtesten ist.

    Gibt es denn keine gelben Mineralpigmente?

    Doch, früher hat man oft das Pigment Chromgelb verwendet. Die Deckkraft ist etwas besser als bei organischen Pigmenten, aber es enthät Blei und ist deshalb giftig. Es darf heute nicht mehr verwendet werden. Zudem ist es nicht sehr beständig gegen Umwelteinflüsse. Cadmiumgelb ist ein Pigment mit hervorragenden Eigenschaften. Es ist ein sehr reines, leuchtendes Pigment mit einer wirklich sehr guten Deckkraft. Allerdings ist es sehr teuer und nicht ganz unbedenklich. An sich ist Cadmiumgelb ungiftig, bei hohen Temperaturen (beim Brand z.B.) entstehen hochgiftige Schwermetall-(Cadmium-)verbindungen. Aus diesem Grund ist die Verwendung von Cadmiumgelb im Hochbau verboten

    Kann man die Deckkraft von organischen Pigmenten verbessern?

    Es gibt eine Möglichkeit, die Eigenschaften beim Einsatz von organischen Pigmenten zu verbessern. Dazu mischt man das Pigment entweder mit einem gröberen Pigment oder mit Schwerspat (Bariumsulfat). Schwerspat ist ein Pulver mit fast keiner Deckkraft. Allerdings gibt es dem Pigment bein Vermischen "Körper". Das heißt, die Teilchengröße ist größer. Dadurch wird die Deckfähigkeit etwas besser und der Anstrichfilm ist dicker.

    Und wie bekomme ich nun ein deckendes, leuchtendes gelb auf die Wand?

    Es gibt eine einfache Arbeitsweise: Streichen Sie die Fläche deckend weiß vor. Wenn die Fläche wirklich deckend weiß ist, können Sie die gelbe Farbe (evtl. zweimal) auftragen. Dadurch wird die Fläche leuchtend und vor Allem deckend.

  • Beispiel-Seite

    Dies ist eine Beispiel-Seite. Sie unterscheidet sich von Beiträgen, da sie stets an derselben Stelle bleibt und (bei den meisten Themes) in der Website-Navigation angezeigt wird. Die meisten starten mit einem Impressum, der Datenschutzerklärung oder einer „Über uns“-Seite, um sich möglichen Besucher der Website vorzustellen. Dort könnte zum Beispiel stehen:

    Hallo! Ich bin tagsüber im Kurierdienst tätig, nachts widme ich mich der Schauspielkunst, und das ist meine Website. Ich lebe in einer Großstadt, habe einen tollen Hund und ich mag Getränke mit Schirmchen (aber nicht ohne Schirm im Regen zu stehen).

    ...oder so etwas wie das hier:

    Das Unternehmen XYZ wurde 1971 gegründet und versorgt die Öffentlichkeit seither mit qualitativ hochwertigen Produkten. An seinem Standort in einer kleinen Großstadt beschäftigt der Betrieb über 2.000 Menschen und unterstützt die Stadtbewohner in vielfacher Hinsicht.

    Als neuer WordPress-Benutzer solltest du dein Dashboard aufrufen, um diese Seite zu löschen und neue Seiten für deinen Inhalt zu erstellen. Viel Spaß!

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